Für die Oberflächenbearbeitung komplexer Formen sind ölgebundene Wetzsteine die einzige praktikable Lösung. Eine große Auswahl an Bindemitteln und Körnungen ermöglicht die passende Wahl. Härte und Zusammensetzung des zu bearbeitenden Materials sind dabei entscheidend.
Ölgebundene Schleifsteine sind so konstruiert, dass sich das abnutzende Schleifkorn ablöst und Platz für neues macht. Je verschleißfester das gewählte Schleifkorn ist, desto härter ist die Bindung. Daher kommt oft ein weicher Stein zum Einsatz, wenn die Form komplex ist und sich der Stein schnell an die Form anpassen muss, um die gesamte Oberfläche zu bearbeiten. Die Härte des Materials bestimmt die erforderlichen Arbeitsschritte, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Das Öl sorgt für den Abfluss des abgelösten Schleifkorns.
Hinweis: Verwenden Sie immer Wetzsteineöl und niemals ein Öl, das nicht zum Honen geeignet ist. Herkömmliches Öl führt dazu, dass das abgelöste Schleifkorn verklebt und tiefe Kratzer in der Oberfläche verursacht.
Für schwer zugängliche Stellen in Formen und Produkten gibt es den flexiblen Wetzstein. Er besteht aus einer Faser mit eingebettetem Schleifkorn, wodurch der relativ kleine Wetzstein mehr Belastungen standhält, ohne zu brechen. Flexible Wetzsteine eignen sich ideal für nahezu alle Materialien. Die Farbe gibt die Korngröße an. Diese Wetzsteine sind in Stärken ab 0,5 mm erhältlich. Es gibt auch eine runde Ausführung mit einer Spannzange mit 3 oder 2,35 mm Durchmesser, die die Verwendung mit einem Rotationswerkzeug ermöglicht. Flexible Wetzsteine können mit einer Diamantfeile abgerichtet werden.